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Gesegnete Tage in Zeiten Coronas - ein Wort des Präsidenten

11.04.2020   |   In: Dialog

Köln, 11.04.2020   - Präsident des RAMSA e.V. Kaan Orhon:

"Zum Anlass des bevorstehenden Osterfestes und des am Abend des Mittwoch begonnenen Pessach-Festes wollen wir, der Rat muslimischer Studierender und Akademiker e.V., unseren Christlichen und Jüdischen Partnerinnen und Partnern, Freundinnen und Freunden, alles Gute zu Ihren Feiertagen wünschen.

Es sind schwere Tage und Wochen für Menschen überall auf der Welt. Auf Zeiten der Freude wie diese hohen religiösen Feste, fällt ein dunkler Schatten. Bei Vielen ist Sorge, wo Feierlichkeit sein sollte. Bei Vielen werden Einsamkeit und Trennung schmerzhaft empfunden, wo innige Gemeinschaft in Familie und Gemeinde gelebt und gefeiert werden sollten.

Wir Muslime, die wir uns in den letzten Vorbereitungen für den gesegneten Monat Ramadan befinden, teilen dieses Gefühl mit unseren Mitmenschen anderen Glaubens. Wenn wir die Bilder des verwaisten Petersplatzes, geschlossener Kirchen und Synagogen sehen, verstehen wir die Traurigkeit und das Sehnen in den Herzen Vieler, denn wir empfinden es nicht anders angesichts der Leere in den Moscheen oder um die Kaaba.

Wir hoffen für unsere Mitmenschen wie für uns selbst, dass sie in Ihren Häusern und Familien umso mehr den Segen und die Freude ihrer Feste erleben und teilen können. Wir hoffen mit Menschen aller Glaubensrichtungen und auch mit Jenen, die nicht gläubig sind, dass überall auf der Welt die Pandemie und das mit ihr verbundene mannigfaltige Leid bald überwunden sein werden.

Wir wünschen unseren Partnerinnen und Partnern von KHG, ESG und JSUD im Besonderen und unseren christlichen und jüdischen Mitmenschen im Allgemeinen frohe Ostern und frohes Pessach.

„Gewiss, diejenigen, die glauben, und diejenigen, die dem Judentum angehören, und die Christen und die Ṣābier – wer immer an Gott und den Jüngsten Tag glaubt und rechtschaffen handelt, – die haben ihren Lohn bei ihrem Herrn, und keine Furcht soll sie überkommen, noch werden sie traurig sein.“ ((2:62))"