Radikalisierung als Prozess der Entfremdung

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Regionalkonferenzen 2018

05.04.2019   |   In: Zukunft bilden

Auswahl an Maßnahmen: Regionalkonferenzen 2018

Bad Honnef

Die Regionalkonferenzen behandelten alle schwerpunktmäßig gesellschaftspolitische Grundlagen, insbesondere vor dem Hintergrund des Erstarkens von Rechtspopulismus, Antisemitismus, Rassismus und Islamfeindlichkeit. Dahingehend fokussierte die RAMSA-Akademie die positive Identifikation mit der hiesigen Gesellschaft sowie die Förderung und Stärkung des reichen zivilgesellschaftlichen Engagements muslimischer Multiplikator*innen.

In Bad Honnef kamen ca. 40 Teilnehmer*innen (weitestgehend junge Studierende) zusammen, die erst neu Hochschulgruppenengagement für sich entdeckt hatten. Mit einem islamwissenschaftlichen Referenten wurden die gesellschaftspolitischen Grundlagen behandelt. Im Anschluss wurde eine pädagogische Schulung zu Grundlagen einer erfolgreichen und positiven Kommunikation im Ehrenamt und in der Teamarbeit angeboten.

Abgeschlossen wurde die Konferenz mit einem interaktiven Vortrag über Teammotivation und mögliche Motivation weiterer Studierender für das Engagement an den Hochschulen, als eines der größten Herausforderungen im Zusammenhang mit der wachsenden Stigmatisierung von MuslimInnen.

Alfsee

In Alfsee führte Herr ElHakam Sukhni in die gesellschaftspolitischen Grundlagen des Ehrenamts und speziell im Umgang SympathisantInnen extremistischer Ideologien und deren AnhängerInnen im Kontext der Hochschularbeit ein. Dabei gewährte er einen Einblick aus seiner Arbeit in der Radikalisierungsprävention. Die Teilnehmer*innen wurden interaktiv auch durch ein spannendes Rollenspiel sensibilisiert und trainiert. Im Anschluss an diesen Hauptworkshop an dem alle Konferenzteilnehmer*innen präsent waren, teilte sich die Gruppe in drei kleine Workshops auf. Themen waren entsprechend dem Motto der Konferenz: „Wenn zwei sich streiten…“, „Streit unter Muslimen“, „ Streit im Team“. Zum Abschluss der Konferenz hielt Islamwissenschaftler Bacem Dziri einen Vortrag über das Thema „Streitkultur“.

Muslimische "Identitäre" und Dekonstruktion ihrer Strategien im Netz und auch offline

 

Heilbronn

Im November nahmen ca. 50 Studierende aus mehr als 10 Städten an der Regionalkonferenz in Heilbronn teil. Aus dem Bedürfnis heraus, sich freiwillig mit Exzellenz für Gutes zu engagieren und sich einzusetzen, war der Schwerpunkt dieser Veranstaltung das Motto: „Striving for excellence“. Nachdem Grundsatz „Tue Gutes und rede darüber“ sensibilisierte Herr Ahmad Abdulwahid in seinem Hauptworkshop über die Wichtigkeit einer funktionierenden Öffentlichkeitsarbeit und deren Professionalisierung. Dies sei notwendig, um Engagements muslimischer Studierender und deren positive Wirkung auf den sozialen Zusammenhalt in der Gesamtgesellschaft öffentlichkeitswirksam vermitteln zu können. Anhand von mehreren kleinen Fällen wurden die Teilnehmer*innen in puncto guter Öffentlichkeitsarbeit im Kontext ihrer MHG Arbeit trainiert. Anschließend teilte sich die Gruppe in drei kleine Workshops, die u.a. die Themen: „Anwendung von Social Media im Ehrenamt“ behandelten.