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Austausch mit der Hochschulrektorenkonferenz in Berlin zu Anliegen muslimischer Studierender und Akademiker:innen an deutschen Hochschulen
Am 14. August 2025 kamen die Präsidentin des RAMSA, Ayse Cindilkaya, und der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Prof. Dr. Walter Rosenthal, zu einem Gespräch in Berlin zusammen. In dem konstruktiven Austausch konnte Cindilkaya zentrale Anliegen muslimischer Studierender und Akademiker:innen an deutschen Hochschulen einbringen – unabhängig davon, ob sie in Hochschulgemeinden organisiert sind oder nicht.
Deutlich wurde, dass muslimisches Leben längst selbstverständlicher Teil der Hochschullandschaft ist: vielfältig, engagiert und aktiv, z.B. im interreligiösen Dialog und in der wissenschaftlichen Exzellenz. Gleichzeitig stehen Studierende und Wissenschaftler:innen aber vor spezifischen Hürden, etwa in Form von antimuslimischem Rassismus, zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung oder durch den Mangel an strukturellen Ressourcen. Insbesondere fehlende Räume, finanzielle Unterstützung und institutionelle Förderstrukturen erschweren es gerade jungen Muslim:innen, Projekte nachhaltig zu verankern und Partizipation langfristig abzusichern. Zur Sprache kamen außerdem aktuelle Debatten um die Einladung fragwürdiger Prediger an Hochschulen sowie um Geschlechtertrennungen in Lehrräumen. Die bereits vor dem Treffen veröffentlichte Einordnung des RAMSA zu diesen Fragen wurde als erkenntisreich aufgenommen.
Cindilkaya nutzte die Gelegenheit, über Einzelfälle hinaus auf strukturelle Herausforderungen aufmerksam zu machen und konkrete Lösungsansätze vorzuschlagen. Sie betonte die Bedeutung muslimischer Partizipation im Hochschulalltag und hob die Leistungen sowie das gesellschaftliche Potenzial muslimischer Studierender und Akademiker:innen hervor.
Abschließend sprach sie Prof. Rosenthal ihren ausdrücklichen Dank für den offenen und konstruktiven Austausch aus. Das Gespräch wirkte ermutigend, sich weiterhin mit Nachdruck für die Belange muslimischer Studierender und Akademiker:innen einzusetzen und diese auch selbst darin zu bestärken, ihre Teilhabe an den Hochschulen zu stärken, aktiv mitzugestalten und Verantwortung zu übernehmen.
Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) ist der freiwillige Zusammenschluss der staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland und vertritt deren Interessen gegenüber Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Sie dient als zentrale Stimme der Hochschulen, bündelt Positionen zu hochschulpolitischen Themen wie Forschung, Studium, Digitalisierung oder Internationalisierung und wirkt beratend sowie koordinierend in Fragen der Hochschulentwicklung.






