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Grundlagenschulung in Bielefeld: Reflexionsräume und NPO Management für Studierende

15.09.2017

Die Wichtigkeit von Reflexionsräumen und Impulse für gute Arbeit in Muslimischen Hochschulgruppen - Schulung in Bielefeld

Aufgrund der hohen Nachfrage nach Grundlagenschulungen führte die RAMSA Akademie ein Wochenende bestehend aus zwei Basismodulen in Bielefeld durch. Im ersten Teil erhielten die Teilnehmer*innen einen Überblick und Historie vom Umgang mit Meinungsverschiedenheiten bezüglich theologischer Aspekte. Grundlage hierfür war das Buch „Verhaltensethik einer innerislamischen Streitkultur“ von Taha Gabir al-Alwani. Mit den mehr als 20 Teilnehmer*innen hat der Seminarleiter Dr. Hakki Arslan auch ganz aktuelle Themen wie Antisemitismus, moderne Methoden extremistischer Ideologien, die politische Diskussion um eine „Ehe für Alle“ und den Diskurs um die Eröffnung der Ibn-Rush-Goethe Moschee in Berlin diskutiert. Hierbei wurden die Teilnehmer*innen mit unterschiedlichen und gegensätzlichen Meinungen untereinander konfrontiert und konnten somit das Gelernte direkt anwenden und einen Reflexionsraum für junge Muslim:innen erleben.

Am Folgetag führte die RAMSA Akademie ein Workshop mit dem Titel NPO Management, in dem unter Anleitung durch Gruppenarbeit, interaktiv und Erfahrungsaustausch Strategien und Lösungsansätze zur Entwicklung stabiler Strukturen, um die demokratischen Grundprinzipien des zivilgesellschaftlichen Engagements zu bewahren oder zu schaffen. So gab es noch zahlreiche Hochschulgruppen, die entweder keine Satzung, geschweige denn Wahlen hatten. Dieser Mangel stellt das Ehrenamt regelmäßig vor unterschiedlichen organisatorischen und vereinsrechtlichen Problemen, aber auch ein Einfallstor für die Vereinnahmung durch Sympathisanten oder Anhänger extremistischer Ideologien. Womit die Hochschulgruppe entweder ihre Grundlage verliert oder mit einem hohen Arbeits- und Zeitaufwand dem entgegenwirkt. Daher empfiehlt der RAMSA aus seiner mehr als 10 jährigen Erfahrung heraus, grundlegende demokratische Prinzipien einzuführen bzw. zu stabilisieren, damit das Engagement an den Hochschulen nicht abschreckt und zu einem Hindernis wird. 

Die Teilnehmer*innen wurden in den unterschiedlichen Aspekten des Engagements sensibilisiert und waren so motiviert, dass einige Teilnehmer*innen in ihren Hochschulgruppen, die Themen in Form eines Seminar weitergaben.